Herzlich willkommen auf der Webseite der
Kleingartensparte "Goldene Aue" e.V. in Bitterfeld
 
 

Geschichte des Vereins

Geschichte
der Kleingartensparte "Goldene Aue"
Wann die ersten Kleingärten entstanden sind, liegt im Dunkel der Geschichte. Oft wird als Begründer des Kleingartenwesens der Leipziger Arzt Daniel Gottlieb Schreber genannt. Jedoch berichtet schon Schiller in einem Brief an seinen Freund Körner aus dem Jahre 1781 von einer Anlage, die unseren heutigen Kleingärten ähnlich scheint.
Im Jahre 1902 wurde die erste Bitterfelder Kleingartenanlage, der spätere Schreberverein "Reichsbahn Bitterfeld" gegründet. In den kommenden Jahren kam es zur Gründung weiterer Anlagen:
* 1906 Schrebergartenverein "Bitterfeld"
* 1906 Kleingartenverein "Volkswohl"
* 1916 Verein der Kleingärtner "Selbsthilfe"
* 1920 Kleingartenverein "Erholung"
* 1921 Kleingartenverein "Kühler Grund"
* 1924 Kleingartenverein "Vergißmeinnicht"
Im Jahre 1932 wurde der Kleingartenverein "Goldene Aue" gegründet. Die ersten Gärten entstanden östlich des Leinedamms in der Nähe der Schwarzen Brücke. In den ersten Jahren war dadurch auch der Name Kleingartenanlage an der Schwarzen Brücke geläufig.
Im Jahre 1936 wurden die Gartenvereine "Bitterfeld" und "Selbsthilfe" an den Hahnstückenweg in unmittelbarer Nachbarschaft zur "Goldenen Aue" umgelegt, da das bisherige Gelände von der Stadt für den Wohnungsbau benötigt wurde. Kurz danach wurden die Vereine unter dem Namen "Goldene Aue" zusammengeschlossen.
1943/44 erfolgte eine Vergrößerung der Anlage in östlicher Richtung.
Im Jahre 1951 wurden 10 Gärten, die früher zur Anlage "Bitterfeld" gehörten und westlich des Leinedamms lagen, der "Goldenen Aue" zugeordnet. In den 90er Jahren wurden diese Gärten aufgegeben.
Das erste Vereinhaus wurde kurz nach der Gründung der Anlage angelegt. Es existiert heute noch und wird als Pumpenhaus für die Brauchwasserversorgung genutzt. Nach der Angliederung der Anlagen "Bitterfeld" und "Selbsthilfe" wurde ein neues Vereinhaus in der Nähe des Standortes des jetzigen Spartenheimes als Holzbaracke gebaut, das bis in die 60er Jahre bestand.
Im Jahre 1968 war der Baubeginn für das jetzige Spartenheim. Ende November 1971 erfolgte die Inbetriebnahme des ersten Teilabschnitts. Erweiterungen wurden 1977 (Vereinszimmer) und 1981 (Anlieferungsrampe und Außentoiletten für Gartenfeste) in Betrieb genommen.
Nach der politischen Wende in der ehemaligen DDR beendete der damalige Spartenvorstand kurzerhand seine Arbeit und es musste ein neuer Vorstand den schwierigen Weg in eine veränderte Zeit organisieren. Seit dieser Zeit ist die Kleingartensparte "Goldene Aue" ein eingetragener Verein.
Im Dezember 1994 bestätigte die Stadt Bitterfeld die Sicherung als Dauergartenanlage.
Die Elektroenergieversorgung der einzelnen Gärten erfolgte bis auf geringe Ausnahmen über Freileitungen, die ohne Gesamtkonzept über viele Jahre mit dem gerade verfügbaren Material errichtet wurden. Das führte häufig zu erheblichen Störungen. Aus diesem Grunde wurde in drei Bauabschnitten von 1995 bis 1997 die Versorgungsanlage nach einheitlichem Konzept und nach neuesten technischen Erkenntnissen neu errichtet . Heute sind nur noch ausreichend dimensionierte Erdkabel im Einsatz und alle Lauben sind mit vorschriftsgemäßen Schutzvorrichtungen ausgestattet. Gleichzeitig mit dieser Maßnahme wurde auch die Wegebeleuchtung entlang des Fußweges vom Spartenheim zum Hahnstückenweg neu gebaut.
Von größter Bedeutung für eine Kleingartenanlage ist die Versorgung mit Wasser zur Bewässerung der Gartenflächen. Im Laufe der Jahre ist die Verteilungsanlage immer maroder geworden, in manchen Jahren gab es bis zu 40 Rohrbrüche. In den Jahren 1998 bis 2000 wurde deshalb eine völlig neue Verteilungsanlage für Brauchwasser gebaut, an die alle Gärten angeschlossen sind. Als Leitungen wurden ausschließlich PE-Rohre mit Schweißfittings verlegt, die Gärten wurden ebenfalls mit PE-Rohr über Anbohrschellen angeschlossen. Hierdurch wurde nicht nur die Versorgungssicherheit erhöht, es kann seitdem auch in längeren Trockenperioden eine ausreichende Wassermenge zur Verfügung gestellt werden.
In den Jahren 1999 bis 2001 wurden außerdem umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Spartenheim durchgeführt. Dabei wurden sowohl die Innenräume einer Modernisierung unterzogen (u.a. Einbau einer neuen Zwischendecke und eines neuen Fußbodens) als auch umfangreichen Arbeiten am Äußeren (u.a. Erneuerung der Terrasse) durchgeführt.
Diese umfangreichen Arbeiten wurden durch die Mitglieder der Kleingartensparte überwiegend in Eigenleistung erbracht. Leistungen von Firmen wurden nur dann in Anspruch genommen, wenn die Ausführung der Arbeiten durch Fachfirmen vorgeschrieben ist.
Während der Hochwasserkatastrophe im Jahre 2002 wurde die Anlage vollständig überschwemmt, an einigen Stellen der Anlage stand das Wasser bis zu einer Höhe von fast 3 Meter. Das führte zu beträchtlichen Schäden bei den Anpflanzungen und den baulichen Anlagen in den Gärten sowie am Spartenheim. Aus Fluthilfemitteln konnten die Schäden am Spartenheim sowie anderen Gemeinschaftseinrichtungen weitgehend beseitigt werden. Die Schadensbeseitigung in den Gärten verblieb dagegen im wesentlichen bei den Mitgliedern der Sparte, es wurde lediglich eine Unterstützung von 500 Euro pro Garten gezahlt. Dennoch hat der überwiegende Teil der Gartenfreunde den Mut gefunden, seinen liebgewordenen Garten weiter zu bewirtschaften.
Im Jahre 2005 wurde das Spartenheim an die Abwasserleitung der Stadt Bitterfeld angeschlossen.